| »Mein Pelz ist so schwer!« »Was soll ich mit der kleinen Pelzjacke machen?« »Die Farbe steht mir nicht« |
![]() Beispielsweise wird aus einem engen Persianermäntelchen eine chice Pelz-Stoff-Kombination |
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Kaum ein Kleiderschrank, in welchem nicht wohlbehütet alte Pelzjäckchen aus den siebziger Jahren hängen. Oft sind es auch enge Mäntelchen, bei deren Anblick und einem liebevollen Darüberstreicheln die Erinnerung an längst vergangene Zeiten wach wird. Die Mode, die Zeiten, vielleicht auch die Figur alles hat sich verändert. Nur das weiche, seidig glänzende Fell strahlt einem noch in fast alter Frische aus dem Kleiderschrank entgegen. Soll und darf man das so einfach wie alles andere entsorgen? Irgendwann wird endlich der Gang zum Fachmann, zum Gestalter zur Kürschnermeisterin oder zum Kürschnermeister angetreten. Und siehe da eine ganze Reihe von Möglichkeiten des Recycelns machen die Wahl schwer. Da eignet sich eine alte Nerzstola ideal für einen chicen Schalkragen auf einem jugendlichen Kashmeremantel, oder ein betagter Bisammantel wird kurzerhand flachgeschoren, damit er als Innenfutter weiter seinen Dienst tut. |
| »Mein Pelz ist so schwer!« eine häufige Klage. Hängt meistens mit veralteter und zu eng gewordener Paßform zusammen. Geräumige, perfekte Schnitte schaffen Abhilfe. Auch das Tiefscheren und das Entgrannen des Haares bringen erheblichen Gewichtsverlust. Bei Nerzen wird durch rhythmisches Einnähen schmaler Lederstreifen, dem sog. Splitten, das Gewicht verringert. Wenn alle Technik nicht ausreicht, kann zum Beispiel aus dem schweren Persianermantel eine entsprechend kurze, leichte Sportjacke gestaltet werden. |
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| »Was soll ich mit der kleinen Pelzjacke machen?« Sie könnte der Grundstock für einen ganzen Mantel werden. Oft finden sich genau passende Felle dazu und dann ist es eine Frage des kürschnerischen Geschicks, so zu arbeiten, daß die Kundin nicht mehr erkennen kann wo die Felle ihrer alten Jacke eigentlich eingearbeitet sind. Vielleicht könnte sich die kleine Jacke auch als Besatz (Kapuzenkragen und Manschette) auf einem Seidenmantel wiederfinden. Oder sie geht eine aufregende Verbindung mit farbigen oder geprägten Lederflächen ein und es entsteht ein »Pelz-Leder-Kombi« von unverwechselbarem Charme. |
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| »Die Farbe steht mir nicht« der Oma aber hat sie gestanden und es war damals die Farbe. Umfärben heißt das Zauberwort! Warum soll aus einem alten pastellfarbenen Nerzmantel nicht ein feuerrotes Outdoor-Etui werden? Vorausgesetzt das Leder ist stabil genug und hält das Färben aus. Ursprünglich gefärbtes Fellmaterial eignet sich weniger für ein Umfärben als naturelle Felle. Ein Restrisiko beim Färben von getragenen Pelzen bleibt jedoch immer. Recycling für viele nur ein Wort. Hier kann es nachprüfbar in die Tat umgesetzt werden. Hier kann manch einer seinen Beitrag zu der viel beschworenen Ökowelt leisten und getragene Pelze wiederverwenden. |
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